große kunst

Alles wird heutzutage schneller. Vor ein paar Jahren noch konnte man im Großen Garten zu Dresden gemütlich spazieren gehen, heute muss man flugs von einer Seite auf die andere springen, weil sich die vom Rinderwahn erfassten pedalierenden Zweiradfahrer offensicht alle in dieser Grünanlage versammelt haben. Da wird um die Ecken gebraust, was die Kette hergibt, da singt das Profil ein gar munter Liedchen, da juchzen überraschte Spaziergänger, dass es eine Lust ist. Es scheint, als ob die Jagd auf Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, freigegeben wurde. Von stiller Beschaulichkeit kann man da nicht so recht sprechen.

Der kleinteilig mit farbigen Mosaiken ausgelegte Brunnen, der von dieser Handwerksleistung seinen Namen ableitet, hat zwar in natura längst nicht mehr so ein farbenfrohes Aussehen, aber die kleinen Helferlein in meiner Rechenmaschine haben das Kolorieren ganz vortrefflich übernommen, so dass der Wasserspeier jetzt wieder in voller Pracht leuchten kann. Aber eben nur hier. Und später vielleicht noch in dem Druckerzeugnis, für das die Bilder erstellt wurden.