china 2008

Achtung, drei Galerien, nichts verpassen!

Nun, da die Eröffnung einer kleinen Ausstellung von Bildern meiner Chinareise im Jahr 2008 in den Räumen des Sächsischen Landtages bevor steht, möchte ich dem geneigten Betrachter die Möglichkeit eröffnen, ein wenig mehr als nur die gehängte Miniauswahl zu sehen. 3.500 Bilder habe ich von dieser Reise mitgebracht, da wäre es doch schade drum, wenn die nur auf meinem Rechner Staub ansetzen würden. Hier also noch ein paar Motive mehr aus diesem aufregenden Land. In den Tagen meines Besuches im Reich der Mitte war ich an eine Zeit erinnert, die nun fast genau 20 Jahre zurück liegt: Anfang 1990 war ich in Bonn, einem kleinen, verschlafenen Nest, in dem die Welt sich kein bisschen schneller bewegte als vor dem Fall der Mauer. Nach zwei Monaten der Arbeit in einer Bildagentur reichte es mir, Hase und Igel beim Gute-Nacht-Sagen zuzuschauen, ich wollte wieder da hin, wo sich das Neue einstellte, wo auf einmal alles anders war, quirlig und ungewohnt: In den Osten Deutschlands.

In China ändert sich heute alles ebenso rasant. Posche Cayenne und noble Villenvororte sind kein ungewohntes Bild, die Verwestlichung nimmt zu, Fast-Food-Stände mit Stubenküken und Skorpionen stehen gelassen neben Filialen von McDonald´s, die Qualität der Werbung ist erstaunlich hoch. Doch irgendwie weiß man nicht, wie lange es das historische China noch geben wird. Beschäftigt sich die junge Generation noch mit Taijiquan oder nur noch mit Breakdance, spielt Kalligrafie noch eine Rolle oder nur noch Graffiti? Rasant wird gebaut, was kommt dabei alles unter die Baggerschaufel?

Insofern war der Rückflug für mich ein sehr trauriges Erlebnis. Es gibt so vieles, was ich gerne noch fotografisch dokumentieren möchte und von dem ich nicht weiß, ob es beim nächsten Besuch noch vorhanden sein wird. Aber dass es ein nächstes Mal geben wird ist sicher.